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Mittwoch, 03 September, 2008
Hallo, ich bin Anja Kolberg
Kurzprofil - Berufliches
- Staatlich geprüfte Betriebswirtin Marketing/Personal
- Kaufmännische Berufsausbildung 1986-1989 zur Bürokauffrau
- bis 12.2000 im kaufmännischen Bereich und im Unternehmensaufbau als Angestellte tätig. Dabei habe ich die Branchen Automobil, Informationstechnologie, Freizeit, Handel, Pharma und Unternehmensberatung kennengelernt. Zuletzt vier Jahre bei den Kienbaum Management Consultants GmbH im Bereich Information Management.
- Seit 1999 freiberufliche Beraterin, Trainerin & Coach
-
Autorin zweier Bücher zur beruflichen Veränderung: "Die
richtige Idee für Ihren Erfolg", mvg-Verlag 2001, Ideenfibel
für Gründungsinteressierte - sowie
"Ab 40 reif für den Traumjob - Selbstbewusstseinstraining für Frauen, die es noch einmal wissen wollen", Kösel-Verlag 2001/mvg 2008 - Seit 1999 Aufbau, Betrieb und Sponsoring des Online-Magazins für Frau & Beruf frauencoaching.de
- 2006 wurde die Seite um einen Blog und einen Shop mit Postkarten und Kalendern ergänzt
- Pause von Workshops seit Oktober 2006
- Im Mai 2007 Beginn meiner Auszeit vom Coaching
- Frühjahr 2008: Erste Doppelkartenkollektion
- Herbst 2010: Erster Wandkalender
Persönliches
Geboren wurde ich an einem Frühlingstag 1970 im Bergischen Land in eine
Handwerksfamilie mit zwei Geschwistern. In einem winzigen Örtchen mit
elf Häusern, davon drei Bauernhöfen, umgeben von Wiesen, Wäldern, Kühen
und Schafen bin ich aufgewachsen.
Mit meinem kleinen Familienteam - bestehend aus dem Schornsteinfegermeister Guido und der Appenzeller Sennenhündin Minu - lebe ich heute im Westen Kölns. Seit Januar 2011 ernähre ich mich möglichst pflanzlich (vegan) - aus ethischen Gründen. Seit einigen Jahren weiß ich, ich bin hochsensibel.
Was ich mag: Meine Zeit frei einteilen. Schreiben (Tagebuch, den Blog, meine Bücher). Illustrieren (Lilo für den Blog). Gestalten von Karten und Kalendern. Das Spiel mit Fotographien und Worten. Den intensiven Kontakt zu Menschen. Gärten & die Natur. Den Rhein. Den Kölner Dom. Einen regelmäßigen Tagesablauf. Etwas Neues lernen, das mich vorwärts bringt. Meine Familie. Meine Freundinnen. Das Leben. Fotographieren. Romane lesen. Quatschen. Blumen. Menschen lieb halten, die ich lieb hab. Überraschungen machen und überrascht werden. Handgeschriebene Briefe und Karten mit der echten Post schicken und erhalten. Wände frisch streichen und Möbel rücken. Tiefsinnige Gespräche. Freie Aufstellungen.
Mein Weg
Meine Traumberufe als Kind und Jugendliche waren Damenschneiderin, Designerin, Fotografin und Romanschreiberin. Geworden bin ich zunächst einmal Bürokauffrau, meine Eltern meinten: "lerne erst einmal etwas Vernünftiges". Nachdem ich gewohnt war, gutes Geld zu verdienen, traten meine ursprünglichen Berufswünsche in den Hintergrund. Auf der Suche nach Erfüllung und Zufriedenheit folgte Stelle um Stelle. Für mich war es kein Problem, einen neuen Arbeitsplatz zu finden oder den Job gut zu machen, die Schwierigkeit war für mich, dass mir schon nach kurzer Zeit langweilig war oder es nicht weiter ging. Das Abendstudium zur Betriebswirtin und die Beschäftigung in einer bekannten Unternehmensberatung waren gute und meine letzten Stationen als Angestellte.
Innerlich spürte ich schon lange, dass etwas Neues anfangen musste, was wirklich zu mir passte. Berufliches Coaching half mir auf die Sprünge. 1999 startete ich meine zunächst nebenberufliche Selbstständigkeit. Schon Jahre zuvor war mir klar, das Jahr 2000 würde ein besonderes werden, in dem Jahr war mein 30. Geburtstag. Gut, dass ich keine Vorstellung davon hatte, was das genau bedeutete: Im Frühling schrieb ich mein erstes Buch. Im Sommer schloss ich die Prüfung zur Betriebswirtin ab. Mir wurde immer klarer, dass es Zeit war, mich von meinem Arbeitgeber zu lösen, doch irgendwie ging es nicht. Die Sicherheit des Arbeitsplatzes, die Kollegen und der gute Name meines Arbeitgebers übten eine zu große Anziehungskraft aus, als dass ich mich davon vollständig lösen konnte. Im Spätsommer lag ich dann mit einem Brustkrebsverdacht im Krankenhaus, den Abgabetermin des zweiten Buches vor Augen. Der Krebsverdacht bestätigte sich nicht, doch danach war nichts mehr wie es vorher war: Ich stellte alles in Frage und so fiel die Entscheidung: Zum Ende des Jahres kündigte ich und machte mich 100% selbstständig. Heute bin ich meinem Körper dankbar für diesen Wink, auch wenn ich dies damals nicht sehen wollte und konnte.
Seit dem ist viel geschehen, meine beiden Bücher kamen 2001 auf den Markt. Ich spezialisierte mich auf die Methodik der beruflichen Veränderung und (Neu-) Orientierung von Menschen mit Berufserfahrung. Ein dafür entwickeltes Coaching- und Workshopkonzept wurde von vielen Berufstätigen erfolgreich genutzt und umgesetzt.
Vor einigen Jahren began ich wieder zu malen und zu fotografieren. Im Sommer 2005 realisierte ich einen Traum: Ein professionell gedruckter Kalender mit meinen Fotographien. Der Verkaufserfolg überraschte mich und öffnete eine neue berufliche Türe für mich. Auch der Wunsch nach dem Schreiben klopfte immer stärker an. Denn nach meinen beiden Sachbüchern wurde mir klar, was ich wirklich schreiben will, sind richtig heiße Liebesromane. Auf meiner Webseite und später auch im Blog konnte und kann ich mich austoben und "frei"schreiben. Im Sommer 2006 fing ich wieder an zu nähen. So tauchten meine einstigen Herzenswünsche wieder in meinem Beruf und meinem Leben auf, wenn auch anders, als ich damals dachte.
Mit den Jahren brannte ich in meiner geliebten Arbeit als Coach und Trainerin aus. In mir schrie immer stärker eine Stimme nach Veränderung und Pause. Es dauerte einige Zeit, bis ich mir das eingestand und verwirklichte. Im Herbst 2006 gab ich meinen letzten Intuitiven Berufsworkshop, Ende 2006 kündigte ich mein externes Büro. Coachings führte ich zunächst weiter durch, doch auch hier merkte ich im April 2007: Ich brauche auch vom Coaching eine Auszeit. Ich brauche Zeit und Orientierung für mich selbst. Ich bin meiner inneren Stimme gefolgt, wenn auch mein Verstand in Teamarbeit mit meiner starken inneren Betriebswirtin entrüstet Sturm liefen.
Die Entscheidung war genau die richtige. Mir geht es seit dem gesundheitlich und seelisch viel besser. Auch wenn ich die tiefsinnigen Gespräche mit meinen Klientinnen und Klienten inzwischen sehr vermisse. Im Blog habe ich über diesen intensiven Prozess immer wieder berichtet.
In der Coachingpause haben meine kreativen Projekte den freien Raum
dankbar eingenommen. Im Frühling 2008 ist meine erste
Doppelkarten-Kollektion auf den Markt gekommen, 2010 der erste
Wandkalender.
Wie es weiter geht? Wann meine Pause beendet sein wird? Ich weiß es nicht. Manchmal muss man die Unwissenheit aushalten und den augenscheinlichen Stillstand, um ein wundervolles neues Tor zu öffnen und einen neuen Raum betreten zu können. Im Juli 2008 betrat ich einen neuen Raum, den ich schon länger erneut betreten wollte: Ein Buch schreiben. Kein Sachbuch. Einen Roman! Mir ist klar: Ich hätte den Roman nicht begonnen, wenn ich wieder mit Coaching und Workshops begonnen hätte oder wieder eine Anstellung im kaufmännischen Bereich angenommen hätte. Jetzt macht die Aussage eines Arbeitgebers Sinn, den ich zwecks einer Stellenanzeige im Mai 2008 kontaktiert hatte: "Frau Kolberg, schauen Sie sich hier im Büro um. Das ist doch nichts für Sie! Viel zu trocken. Sie müssen Schreiben!" Nachdem er dies mehrmals wiederholt hatte, gab ich auf, ihm zu sagen, dass mir die Büroarbeit liegt. Heute bin ich ihm dafür dankbar, denn wenige Wochen danach habe ich mit dem Schreiben des Romans begonnen... Inzwischen ist das Manuskript fertig und liegt als Datei auf meinem Computer. Mein Lieblingsverlag hatte einige Änderungswünsche, mit denen ich mich bislang nicht anfreunden konnte. Ich habe daraufhin begonnen, meine Art zu schreiben selbst zu kritisieren, was meiner inneren Schriftstellerin gar nicht gut getan hat. Ich habe gemerkt, dass ich Zeit und Abstand brauche, um zur Selbstliebe zurück zu kehren, die ich vorher für meine Schriftstellerin in mir trug. Daran arbeite ich mit leisen und stetigen Schritten. Manchmal bewusst, meist unbewusst.
Ich freue mich über die reichhaltige Mischung meiner Arbeit. Es ist nicht mehr der Bär in mir, der einen großen Batzen zum Sattwerden braucht. Nein, das Eichhörnchen in mir ist aktiv geworden, es freut sich hier und dort Nahrung zu sammeln und so satt zu werden. :o) Ich bin dankbar für alles Neue, das mein Leben betritt. Es ist nicht immer in ein goldenes Kleid gepackt, so kann es sein, dass ich zunächst damit hadere und unzufrieden oder traurig bin. Im Rückblick betrachtet, weiß ich, warum ich so manch unbefriedigende Arbeitsstelle oder herausfordernde Situation in meiner Selbstständigkeit hatte. Alles wertvolle Puzzlesteine für meine heutige Arbeit und ein Teil dessen, was mich heute ausmacht. Wer weiß, wo mein Herz mich noch hinführen wird? Ich freue mich schon darauf! Eines weiß ich: Es wird nicht immer einfach, aber einfach stimmig!
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© Fotos (ausgenommen Bild 2): Jens Schmitz - naturlinse.de



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